Interview: Anna Khachyan

Աննա Խաչյան, ԵՊՀ համաշխարհային պատմության ամբիոնի ասպիրանտ, «Ինլայթ» հանրային հետազոտությունների կենտրոն ՀԿ-ի նախագահ

Anna Khachyan, Aspirantin am Lehrstuhl der Staatlichen Universität Eriwan für Weltgeschichte, Präsidentin des Enlight Zentrums für öffentliche Forschung NRO

Interview mit der Präsidentin des Enlight Zentrums für öffentliche Forschung NRO 

Wie haben Sie Präsidentin der Nichtregierungsorganisation Enlight geworden?

Nach der Satzung der Organisation werden alle zwei Jahre (nach dem vorigen Satzung einmal im Jahr) Präsidentswahlen durchgeführt, wobei der  Präsident und Vizepräsident zur Wahl aufgestellt und gewählt werden. Vor den Wahlen bin ich zwei Jahre lang Vizepräsident der Organisation gewesen. Und im Mai 2018 wurden wir mit dem jetzigen Vizepräsidenten der Organisation, Davit Petrosyan, zur Wahl aufgestellt und gewählt. 

Es waren faire und transparente Wahlen.))

Nach Ihrer Meinung, welche Fähigkeiten werden für die Leitung der Organisation gebraucht?

Technische, konzeptionelle und kommunikative Fähigkeiten mit ihren Komponenten: Arbeitsplanung, Zeitmanagement, Personal- und Materialressourcenmanagement, organisatorisches Bewusstsein, Entscheidungsfindung und Problemlösung, Delegierung der Funktionen, zwischenmenschliche Kommunikation und Verhandlungsfähigkeiten und, natürlich, Führung. Fähigkeiten, für deren Entwicklung man ständig und konsequent arbeiten muss. Doch nicht weniger, aber auch nicht mehr wichtiger als Fähigkeiten, sind die Werte.  

Was besonders gefällt Ihnen bei ihrer Arbeit?

Die Vision und Mission der Tätigkeit, der Inhalt der Arbeit, die konkrete Arbeit (der Arbeitsverlauf) und der diesem Zyklus nachfolgende, davon ergebene Ergebnis.

Was ist das primäres Ziel der nichtstaatlichen Organisation ‘‘Enlight‘‘?

Das Grundziel von ‘‘Enlight‘‘, das auch mit der Satzung der Organisation festgestellt ist, ist der Aufbau des funktionalen öffentlichen Gedankens. Letzterer beinhaltet die Organisierung der Kommunikation zwischen den öffentlichen Seiten, die Materialisierung des geistig verfügbaren Potenzials zum Wohle der öffentlichen und staatlichen Interesse, die Kristallisierung und Entwicklung des analytischen Untersuchungsfeldes.

Gedanke –  Wort – Tat. Dies ist der Zyklus, der die kurze Formulierung dieses Zwecks ist. 

Die Organisation wurde mehrmals umbenannt. Was war der Grund? 

Die Organisation hat eine Aufbau-und Entwicklungsgeschichte von rund 11 Jahren, seit dem Jahr 2008. 2008-2016 kann man es als Zeitraum der Vororganisation benennen, weil es zuerst ein Verein war, dann eine Initiative und erst 2016 wurde es als Nichtregierungsorganisation mit dem Namen Armenisches Zentrum für junge Analytiker (AZJA) registriert.  In juristischer Hinsicht wurde es tatsächlich einmal umbenannt: im Oktober 2018, als das AZJA zum Zentrum für öffentliche Forschungen ‘‘Enlight‘‘ wurde.

Die Umbenennung war in erster Linie auf die Ausweitung des Tätigkeitsbereichs der Organisation zurückzuführen, der neben der analytischen Tätigkeit, auch Forschungs- Bildungs-, Übersetzungs-, Informations-, Veröffentlichungsaktivitäten umfasste (und umfassen sollte). Die Problemstellung und das Ziel ist es, für jeden Mitglied der Organisation eine Plattform für Selbstausdruck und –Entwicklung, wie auch eine Gemeinschaft zu bilden, die ermöglicht, aufgrund der gemeinsamen Ideen, Bemühungen und Arbeiten, mehr Wert(e) zu schaffen.   

Und natülich, 

Wir wurden von dem Komponenten ‘‘Jung‘‘ ein wenig gehemmt, da wir alt wurden 😀 Das war ein Scherz, natürlich. Ich glaube, die Jugend ist in erster Linie eine Denkweise, Mut, Weltanschauung, geistliches Zustand, nur dann ein biologischerzeitlich-räumlicher Lebensabschnitt. Doch das Vorhandensein dieses Wortes im Namen der Organisation war schon problematisch und entsprach sich mit dem neuen Tätigkeitsformat der Organisation nicht so viel.

Warum heißt es zur Zeit ‘‘Enlight‘‘?

Bei der Initiierung der Umbenennung hatten wir eine interne Diskussion über die Vorschläge neuer Namensversionen. Es gab mehr als ein Dutzend Versionen.  Es war notwendig, einen Namen zu wählen, der kurz, einprägsam, angenehm klingend (auch in Bezug auf unser fünfsprachiges Publikum) und mit der Art der Organisation zusammenhängend sein wird. So entschieden wir uns für ‘‘Enlight‘‘ (was übrigens die Version des Vizepräsidenten der Organisation war). Das Wort ist mit Substantiven und Verben „Licht, Beleuchtung, beleuchten, aufklären, erleuchten“ verbunden. Interessanterweise spiegelt der Name das Polyphonie „Gedanke, Wort, Tat“ wider und symbolisiert sowohl die Idee, als auch Materie und Drama.

Ich möchte auch auf den Slogan des Namens und der Organisation verweisen: „Wage es, weise zu sein‘‘ (der übrigens vom AZJA geerbt wurde). Wage oder sei mutig zu denken, klingt auf der Lateinischen Sprache als ‘‘Sapere Aude!‘‘, und es war der Leitspruch des Zeitraums der Aufklärung, dessen Wurzeln aus den Schriften des bekannten römischen Schriftstellers Horaz stammen. Die Erklärung lautet: „Habe Mut, zu denken und deine Gedanken zu verwirklichen!“

Worauf achten Sie bei der Auswahl von Mitgliedern der Organisation besonders?

Auf die Kleinigkeiten)) Die Griechen sagten, es seien keine Kleinigkeiten in der Arbeit. Sprechstil, Schreibstil, fachliche Fähigkeiten, Professionalität, Mut, Bereitschaft, Verantwortung.

Doch bei der Auswahl eines Teammitglieds (mit dem wir einen Weg gehen sollen) befolge ich die Ermahnung von Warren Buffett. Nach ihm, sind die drei wichtigsten Kriterien: Intelligenz, Tatkraft und Ehrlichkeit. „Übrigens“, sagte Buffett, „wenn die Letzte fehlt, werden die ersten beiden dich zerstören.“

Die Ganzheit des Bildes impliziert Individualität, den eigenen Horizont, das Wertesystem, den Geschmack und das Wesentlichste: Ehrlichkeit, Loyalität, Tugend. Natürlich sind diese Menschen mit solchen Eigenschaften die Flügel der Organisation, und nur mit solchen Menschen kann man zu weit gehen.

Der Liberalismus ist eine der Ideologien von ‘‘Enlight‘‘. Wie kommt er in Ihrer Arbeit zum Ausdruck?

Aus den Ideen. Es gibt einen Unterschied zwischen den Begriffen: Ideologie und Idee, und zwar einen großen Unterschied. Armenienzentriertheit und Liberalismus: das sind die Grundgedanken von ‘‘Enlight‘‘. Wenn bei der Armenienzentriertheit darum geht, der Öffentlichkeit und den öffentlichen Interessen der Republik Armenien zu dienen, dann geht es beim Liberalismus um die Interessen des Menschen und des Bürgers, um die demokratischen Werten, die soziale Gerechtigkeit, die Freiheit der Gedanken, der Rede und des Gewissens, wie auch um den Ausdruck des gesunden Menschenverstands. Deshalb ergänzen sich diese beiden Gedanken, bedingen sich und stammen voneinander ab. Sie sind auf einem Wertesystem aufgebaut und ständig wieder aufgebaut, dessen Säulen der Mensch, der Bürger, die Heimat, die Staatlichkeit, Menschheit und Menschlichkeit sind.

Was die Frage betrifft, welchen Ausdruck es in unserer Arbeit hat, kann ich antworten: am indirektesten. All unsere Initiativen, Projekte und Ideen sind aufgrund der Letzteren aufgebaut und sind auf deren Umsetzung ausgerichtet. Es ist eine dauerhafte und permanente Arbeit, deren Weg ist es, die Ausbildung, die Selbstbildung, die Kreativität und das Wissen in einen humanitären Wert zu verwandeln. 

Warum muss man sich ‘‘Enlight‘‘ anschließen, wie unterscheidet es sich von anderen NROs?

Ich beginne mit dem Ende. es unterscheidet sich in seiner Originalität, in vielfältigen Profils und in der Originalität des „produzierten“ Kapitals. In Armenien gibt es sicherlich keine solche zweite Organisation. Mit einem großen Enthusiasmus und Stolz muss ich sagen, dass die Organisation seit 11 Jahren (seit 3 ​​Jahren als NRO) ausschließlich auf freiwilliger Basis tätig ist. Alles, was heute in ‘‘Enlight‘‘ existiert, ist das Ergebnis von daran beteiligten Freiwilligen, ihrem Engagement und ihrem Beitrag. Das ist eine außergewöhnliche Sache. Jeder Freiwillige in unserer Organisation ist Mitglied einer bestimmten Abteilung, hat klare Funktionen und einen klaren Arbeitsablaufsplan. Und heute haben wir eine etablierte Organisation mit einer Arbeitskultur und Politik, die noch vieles zu tun hat.

Ich denke, von diesem Punkt an muss man zu einer Schlussfolgerung kommen, warum man sich zu ‘‘Enlight‘‘ einschließen muss. Wir sagen: „Enlight gehört allen Enlight-Mitgliedern.“ Dies ist eine Gemeinschaft, eine Plattform, in der jeder, der über die oben genannten Eigenschaften verfügt – Intellekt, Energie und Anstand – und die Ideen von ‘‘Enlight‘‘ trägt und verteilt, kann sich engagieren, entwickeln, wertvolle Erfahrungen sammeln, lernen und lehren, mit uns zusammen schaffen und einbauen. Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Zukunft, die sie gerade bauen, selbst skizzieren und modellieren, indem sie denken, reden und handeln, dann wartet ‘‘Enlight‘‘ auf sie.  

Drei Dinge, die Sie in ‘‘Enlight‘‘ am meisten gefällt.

Der Slogan, die Enlighter, die coolen Ideen, die wagen, verwirklicht zu werden ))


Das Interview führte Anna Manukyan

Übersetzer: Hripsime Manukyan © Alle Rechte vorbehalten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here